geschrieben: (Sven, teils Gillo von der ON)
Es war kein Paukenschlag und wurde von den Mitgliedern der Freiwilligen Feuerwehr Victorbur bei der Jahreshauptversammlung auch nicht mit Verwunderung zur Kenntnis genommen. Denn es war jedem schon bekannt. Der langjährige Ortsbrandmeister Hans-Bernhard Hanssen wird bei der Mitgliederversammlung am 12.02.2012 sein Amt offiziell niederlegen.
Ein Beweis für eine intakte Gemeinschaft, bestätigte sich eindrucksvoll.
„Ich habe die Klopfzeichen nicht überhört“, erklärte Bürgermeister Fidi Süssen schmunzelnd und meinte damit die unverwechselbaren Hinweise auf eine offensichtlich schon geklärte Nachfolgeregelung. „Heinz Schröder hat die Versammlung genauso gut geleitet, wie Hans-Bernhard Hanssen es acht Jahre lang gemacht hat“, stellte Fidi Süssen fest und würdigte damit das gleichermaßen hohe fachliche und ehrenamtliche Engagement des scheidenden Ortsbrandmeisters ebenso wie das seines designierten Nachfolgers Heinz Schröder, seit zwei Jahren stellvertretender Ortsbrandmeister.
„Hans-Bernhard kann heute nicht hier sein. Er muss arbeiten und seine berufliche Belastung ist auch der Grund für seinen Rücktritt.“
Mit diesen Worten eröffnete Heinz Schröder die Versammlung. Die Versammlung war wie jedes Jahr stark besucht.
Erfolgreich konnte er verzeichnen dass die Ortswehr Victorbur im Jahr 2011 ein unverzichtbares Gut der Gesellschaft war.
Besonders hervor hob der stellv. Ortsbrandmeister die hohe Beteiligung bei den Dienstabenden, sowie Teilnahme verschiedener Lehrgänge auf Kreis- und Landesebene.
Ebenso lobt er die gute Zusammenarbeit der 5 Feuerwehren der Gemeinde Südbrookmerland. Es wird Hand in Hand für die Sicherheit der Bürger gearbeitet.
35 Aktive versehen ihren Dienst in der Einsatzabteilung der Ortswehr. Die Jugendabteilung ist unter der Leitung des Jugendfeuerwehrwartes Lars Uden und seinem Stellvertreter Simon Westerbur mit 14 Jugendlichen gut besetzt.
Neben der Altersabteilung die momentan 12 Kameraden zählt, gehören der Wehr noch 20 fördernde Mitglieder an, womit man auf 81 Mitglieder kommt.
Das Jahr 2011 war wieder einsatzreich bestückt. Die Wehr musste 27-mal ausrücken. Unterteilt in 22 Brandeinsätzen, sowie 5 Hilfeleistungseinsätzen.
Fleißig war die Ortsfeuerwehr auch wieder bei der Wartung der 111 Unterflurhydranten und den neun Bohrbrunnen.
Die Alarmierung der Freiwilligen Feuerwehr Victorbur wird bis zur vorgesehenen Digitalisierung durch 19 Melder und 2 Sirenen gewährleistet.
Die Blindensammlung 2011 ergab 1253,- Euro.
Der Jugendfeuerwehrwart Lars Uden berichtete detailliert über die verschiedenen Aktivitäten bei der Nachwuchsförderung und lobte das Engagement der Jugendlichen.
Etliche Beförderungen und eine Ehrung standen auf dem Plan:
Mirko Saathoff und Nico Klatt wechselten von der Jugend zu den Aktiven, Volker Fischer wurde zum Oberfeuerwehrmann befördert, Lars Uden, Simon Westerbur und Bernd Lengert wurden zum Hauptfeuerwehrmann befördert.
Reemt Hicken wurde zum 1.Hautfeuerwehrmann, Tobias Ocken zum Oberlöschmeister und Heinz Schröder zum 1.Hauptlöschmeister ernannt.
Befördert wurde aber auch der zur Feuerwehr Victorbur angehörige Gemeindebrandmeister Focko Westerbur zum Hauptbrandmeister.
„Er hat das Schubladenvorhaben, aus fünf Ortswehren eine Gemeinschaftswehr zu schmieden, bei der jeder für jeden da ist, optimal in die Praxis umgesetzt. Damit hat er die Arbeit seines Vorgängers Richard Albers in vorbildlicher Weise fortgeführt, seit er vor zwei Jahren zum Gemeindebrandmeister ernannt wurde“, lobte der Abschnittsleiter Süd der Freiwilligen Feuerwehr, Enno Menssen, die Verdienste von Westerbur.
Ein Beweis war das Osterwochenende, wo jede Wehr die andere unterstützt hat oder für Sie eingesprungen ist. Eng wurde es bei dem Gebäudebrand der Arztpraxis Fuchs am Ostersamstag, als gleichzeitig 2 weitere Einsätze neben dem Gebäudebrand aufliefen, die durch eine hervorragende Koordination Westerburs abgearbeitet werden konnten.
Der Löschmeister Manfred Gerdes erhielt eine besondere Ehrung. 25 Dienstjahre hat er absolviert. Aber passives Mitglied ist er schon, seit er das Licht der Welt erblickte. Also seit 35 Jahren. Er wurde von seinem Vater gleich angemeldet, sagte Schröder. Für diese 25-jährige aktive Mitgliedschaft zeichnete ihn Verbandsvorsitzender Gerd Diekena mit dem Feuerwehrehrenzeichen aus.
Bürgermeister Süssen als auch der neue Vorsitzende des Feuerschutzausschusses der Gemeinde Südbrookmerland Wilhelm Reinken dankten der Ortswehr für ihr ehrenamtliches Engagement. Vor allem aber die gute Zusammenarbeit zwischen den einzelnen 5 Ortswehren.
Gemeindebrandmeister Westerbur und Abschnittsleiter Süd Enno Menssen erläuterten die anstehenden Digitalsierungen bei den Alarmierungen.
„Es kommen einige Kosten auf die Gemeinden/Städte zu“, stellte Menssen fest. Kamerad Westerbur brachte seine Freude über die gute Zusammenarbeit der Ortswehren zum Ausdruck.
„Das diesjährige Osterwochenende hat gezeigt, dass die Ortsfeuerwehren der Gemeinde mittlerweile zu einer Einheit zusammen gewachsen sind“, konnten Menssen, Westerbur und Schröder feststellen.
„ Unser Konzept steht nicht nur auf dem Papier, es funktioniert auch“, betonte er. Außerdem warb er um Nachwuchs. „Wegen dem Schichtdienst bei VW reicht die vorgeschriebene Mindeststärke bei den Ortswehren nicht aus. Da kann es bei Schichtwechseln schon einmal zu Engpässen kommen“, mahnte er. Es werde dann eine Wehr mehr alarmiert um genug Personal sofort einsatzbereit zu haben.
Nach dem es keine Wortmeldungen zum TOP Sonstiges gab, konnte der designierte neue Ortsbrandmeister Heinz Schröder die Versammlung mit den Worten „Gott zur Ehr, dem nächsten zur Wehr“, schließen.
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